Glasfaserausbau 2026
Glasfaserausbau in Britzingen und Hügelheim
Pressemitteilung vom 2. Februar 2026
Mit dem kommunalen Ausbau der weißen Flecken durch den Zweckverband Breitband Breisgau-Hochschwarzwald und einem eigenwirtschaftlichen privaten Netz der Vodafone/Meridiam entstehen in der Stadt Müllheim i. M. gleich zwei neue Glasfasernetze. Betreiber für beide Netze ist Vodafone. Die Vorgehensweise für die Anbindung der betreffenden Gebäude unterscheidet sich dabei. Bei den Bürgerinnen und Bürgern kann das für Verwirrung sorgen. Die Stadt klärt auf.
In Müllheim i. M. wird derzeit an zwei Projekten für den Glasfaserausbau gearbeitet. Um die Situation für die Bürgerinnen und Bürger transparent zu machen, wendet sich die Stadt mit wichtigen Hintergrund-Informationen zum Ausbau durch den Zweckverband Breitband Breisgau-Hochschwarzwald (ZVBBH) und einem parallel laufenden privatwirtschaftlichen Ausbau durch einen privaten Telekommunikationsanbieter an die Bürgerinnen und Bürger, insbesondere in den Ortsteilen Britzingen und Hügelheim.
Die Stadtverwaltung rät zur Geduld, um eine für die Gemeinschaft vorteilhafte Lösung zu sichern.
Das öffentliche Netz: Ausbau durch den Zweckverband Breitband Breisgau-Hochschwarzwald
Der Zweckverband Breitband Breisgau-Hochschwarzwald, an dem auch die Stadt Müllheim i. M. beteiligt ist, baut mit öffentlichen Fördermitteln das Glasfasernetz in den Gebieten unzureichender Internetversorgung aus, in denen die Privatwirtschaft nicht ausbaut. Dies betrifft hauptsächlich die Ortsteile Muggardt, Gengenbach, Güttigheim und Rheintal sowie einige Aussiedlerhöfe. Die Planung und Vorbereitung des Ausbaus laufen in Zusammenarbeit mit der Stadt förderbedingt bereits seit einigen Jahren. Baustart soll in diesem Jahr sein.
Um diese Gebiete zu erreichen, müssen die Hauptleitungen (Trassen) des Zweckverbandes durch andere Ortschaften geführt werden. Dies bietet eine besondere Chance für die Anwohner entlang dieser Trassen: Auch Haushalte, die nicht förderfähig sind, können dadurch grundsätzlich einen Anschluss an das hochmoderne Glasfasernetz erhalten.
Besondere Situation für Britzingen und Hügelheim
Diese Möglichkeit betrifft in Müllheim i. M. ausschließlich die Ortsteile Britzingen und Hügelheim. Hier liegen insgesamt 207 Hausanschlüsse direkt an der geplanten neuen Trasse des Zweckverbandes. Die Stadt Müllheim i. M. und der Zweckverband haben ein hohes Interesse daran, dass möglichst alle dieser 207 Haushalte an das öffentliche Netz angeschlossen werden, um die Wirtschaftlichkeit der mit Steuergeldern finanzierten Infrastruktur zu sichern und um doppelte Infrastrukturen zu vermeiden.
Die Herausforderung: Parallele Angebote von Vodafone
Nun hat sich Vodafone entschlossen, gleichzeitig mit seinem Partner Meridiam ein vom Netz des Zweckverbands unabhängiges und eigenes, rein kommerzielles Netz aufzubauen. Darüber wurde die Stadt vor kurzem informiert und Vodafone wirbt aktuell offensiv um Kundenverträge für dieses Glasfasernetz. Vodafone ist zugleich Betreiber des vom Zweckverband aufgebauten Netzes und hat die oben angesprochenen 207 Anschlüsse an der Trasse des Zweckverbandes, für die der Anschluss an das öffentliche Netz bereits vorgesehen ist, von der Vermarktung im privaten, rein kommerziellen Netz ausgenommen.
Empfehlung der Stadtverwaltung
Aus diesem Grund rät die Stadtverwaltung Anwohnerinnen und Anwohner in Britzingen und Hügelheim, deren Grundstücke direkt an der geplanten Trasse des Zweckverbandes liegen, vorerst keine Verträge mit Vodafone oder anderen Drittanbietern abzuschließen, die nicht mit dem kommunalen Ausbau des Zweckverbands in Verbindung stehen. Stattdessen sollten sie den Anschluss an das ebenso leistungsfähige und zukunftssichere Netz des Zweckverbandes abwarten.
Damit Sie selbst überprüfen können, ob Ihr Gebäude in Britzingen oder Hügelheim an der Trasse des Zweckverbandes liegt, finden Sie unter den Downloads die Adressdaten dieser Anschlüsse und eine Übersichtsgrafik.
Für die Kundenanschlüsse im Netz des Zweckverbands wird Vodafone ebenfalls zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr eine Vorvermarktung starten. Die von Vodafone dann verwendeten Unterlagen weisen auf den Ausbau durch den Zweckverband ausdrücklich hin.
Baubeginn im dritten Quartal – Anwohner werden per Brief informiert
Der Baustart für die Verlegung der Glasfaserleitungen des Zweckverbands in Britzingen und Hügelheim ist für das dritte Quartal dieses Jahres geplant.
Die Stadtverwaltung betont, dass die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner aktuell nicht selbst aktiv werden müssen. Alle Haushalte mit einer Anschlussoption entlang der kommunalen Trasse werden in den kommenden Wochen mit einem persönlichen Schreiben der Stadtverwaltung über die Details, die technischen Möglichkeiten und die nächsten Schritte für die Realisierung des Hausanschlusses informiert.
Mit dem Ausbau investiert der Zweckverband in eine zukunftssichere und leistungsstarke digitale Infrastruktur, von der die gesamte Gemeinde profitieren wird.
Informationen zum Breitbandausbau
Zweckverband Breitband Breisgau-Hochschwarzwald (ZVBBH)
info@zvbbh.de
Zweckverband Breitband Breisgau-Hochschwarzwald - Website
| Glasfaserausbau Britzingen und Hügelheim - Straßenverzeichnis | PDF 110 kB |
| Glasfaserausbau Britzingen - Karte | PDF 437 kB |
| Glasfaserausbau Hügelheim - Karte | PDF 405 kB |
Breitband-Infrastruktur
Eine gut ausgebaute Breitbandinfrastruktur stellt für viele Unternehmen die Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum dar. Der Breitbandbedarf wird nicht nur im gewerblichen, sondern auch im privaten Gebrauch in den nächsten Jahren deutlich ansteigen. Der Zugang zu schnellem Internet ist folglich nicht nur ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, sondern auch ein Faktor für Lebensqualität.
Ausbau der Breitband-Infrastruktur
Zur Verbesserung dieser Standortfaktoren, wurde daher im Jahre 2018 der Zweckverband Breitband Breisgau-Hochschwarzwald gegründet, dem sich die Stadt Müllheim, zusammen mit weiteren 40 Kommunen, angeschlossen hat. Ziel ist die Koordination und Umsetzung eines flächendeckenden Breitbandausbaus.
Ausbau
Ein Anspruch auf einen Breitbandausbau oder einen Breitbandanschluss besteht weder über die Privatwirtschaft noch über die öffentliche Hand. Bund und Land gewähren dem privaten Ausbau unbedingten Vorrang. Die öffentliche Hand kann nach den Vorgaben von EU, Bund und Land nur dann tätig werden, wenn ein weißer NGA-Fleck besteht (d. h. anbieter- und technologieneutral weniger als 30 Mbit/s verfügbar sind) und kein Netzbetreiber einen Ausbau innerhalb von drei Jahren durchführt. Ein (geförderter) kommunaler Ausbau wird verwehrt, wenn ein Telekommunikationsunternehmen eigenwirtschaftlich die Verbesserung der Breitbandversorgung forciert.
Mit Berücksichtigung dieser Rahmenbedingungen strebt der Zweckverband Breitband Ausbauvorhaben zur Erreichung unterversorgter Ortsnetze (weißer NGA-Fleck) mit Glasfaser an. Im Minimum müssen bei diesem Ausbauschritt 50 Mbit/s im Download erreicht werden. Der Netzbetrieb muss öffentlich ausgeschrieben werden, das eigentliche Produkt (z.B. Internet/Telefonie/TV) liefert der beim Auswahlverfahren erfolgreich hervorgegangene Netzbetreiber. Das liberalisierte Netz bietet tatsächlichen open access und steht anderen Netzbetreibern zur Verfügung.
Aufbau der Breitband-Infrastruktur
Backbone
Die Grobplanung des kreisweiten Backbones liegt dem Landkreis seit Anfang 2017 vor. Seitdem hat der Landkreis und – mit dessen Aufgabenübertragung in direkter Folge – der Zweckverband bei Baumaßnahmen für das Backbone mitverlegt
FTTB-Ortsnetz
Der Landkreis hat im Jahr 2017 die FTTB-Strukturplanung (Ortsnetzplanung) für 35 Städte und Gemeinden ausgeschrieben. Mit diesen Angaben können Vorbereitungen für weitere Ausbauvorhaben getroffen werden. Zudem zeigt die FTTB-Strukturplanung an, welcher Leerrohrbedarf bei einer Mitverlegung besteht.