Bürgermeister und Beigeordneter
Der Bürgermeister ist Vorsitzender des Gemeinderats und Leiter der Gemeindeverwaltung. Seine Amtszeit beträgt acht Jahre.
In größeren Gemeinden ist die Wahl eines Beigeordneten zulässig. Der Beigeordnete ist, wie der Bürgermeister, Wahlbeamter für acht Jahre und wird vom Gemeinderat gewählt. Er ist ständiger Vertreter des Bürgermeisters.
Martin Löffler – Bürgermeister der Stadt Müllheim i. M. seit 2020

Der verheiratete Vater von vier Kindern hat nach seinem Studienabschluss als Diplom Verwaltungswirt (FH) an der Hochschule für Polizei in Villingen-Schwenningen nebenberuflich einen Magisterstudiengang in Politikwissenschaft (Hauptfach), Rechtswissenschaft und Psychologie (Nebenfächer) begonnen und das Grundstudium mit der Magister Zwischenprüfung abgeschlossen.
Ab 2007 hat Löffler einige Jahre lang kommunalpolitische Erfahrung im Ortschaftsrat, Gemeinderat, Bauausschuss und als Fraktionssprecher in seiner Heimatgemeinde Schwanau gesammelt. Bis April 2011 war er in verschiedenen Führungspositionen in der Landesverwaltung, zuletzt als Referent für Kriminalitätsbekämpfung in Offenburg, tätig.
Seit April 2011 war Löffler Bürgermeister der Stadt Heitersheim, seit Januar 2018 Sprecher des Bürgermeistersprengels Markgräflerland. Im Februar 2019 wurde Löffler als Bürgermeister von Heitersheim mit einer zweidrittel Mehrheit im Amt bestätigt. Seit der Kommunalwahl 2014 ist Löffler im Kreistag Breisgau-Hochschwarzwald und dort seit Juli 2019 Sprecher der SPD-Fraktion.
Als Bürgermeister und im Ehrenamt ist Martin Löffler unter anderem Vorsitzender des Gemeindeverwaltungsverbands Müllheim-Badenweiler, stellvertretender Verwaltungsratsvorsitzender und Vorsitzender der Trägerversammlung der Sparkasse Markgräflerland, sowie Vizepräsident im Fachverband Kommunalverwaltung.
Alexander Willi – Beigeordneter der Stadt Müllheim i. M. seit 2025

Seit dem 15. Oktober 2025 hat die Stadt Müllheim i. M. einen neuen Ersten Beigeordneten: Der Gemeinderat stimmte einstimmig für Alexander Willi, der damit die Nachfolge von Günter Danksin antritt.
Für Alexander Willi ist es eine Rückkehr an eine vertraute Wirkungsstätte. Bereits von 2001 bis 2015 war der Diplom-Verwaltungswirt (FH) und Diplom-Betriebswirt (FH) als Hauptdezernent in Müllheim i. M. tätig und verantwortete zeitweise auch den Bereich Bildung.
Nach seiner Zeit in Müllheim i. M. wechselte Alexander Willi 2015 ins Landratsamt Lörrach, wo er als Finanzdezernent das Dezernat „Finanzen, zentrales Management und Bildung” leitete. In dieser Position trug er die Verantwortung für den gesamten Kreishaushalt eine Aufgabe, die ihm wertvolle Einblicke in die komplexen Strukturen kommunaler Finanzplanung auf Kreisebene verschaffte.
In Müllheim i. M. übernimmt Alexander Willi nun wie sein Vorgänger unter anderem die Verantwortung für den städtischen Haushalt und übernimmt auch sonst den Geschäftskreis seines Vorgängers. Seine langjährige Erfahrung im öffentlichen Dienst und sein fundiertes betriebswirtschaftliches Fachwissen bilden dabei eine solide Grundlage für die anstehenden Herausforderungen.
Privat ist Alexander Willi in der Region verwurzelt: Gemeinsam mit seiner Ehefrau lebt er in Wettelbrunn. Die Verbundenheit zur Heimat und das tiefe Verständnis für die Belange der Bürgerinnen und Bürger zeichnen ihn aus.
Bürgermeister Martin Löffler betont: „Alexander Willi ist sowohl fachlich wie auch menschlich eine Idealbesetzung und ein Glücksfall für die Stadt und unsere Verwaltung. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und bin zuversichtlich, dass uns damit ein guter Übergang gelingt.”
Amtskette der Stadt Müllheim

Die Tradition der Amtsketten in Baden geht auf eine Entschließung des Badischen Staatsministeriums vom 10.11.1857 zurück, wonach die Bürgermeister des Landes verpflichtet waren, bei dienstlichen Veranlassungen eine silberne Medaille an einer Kette zu tragen. Es ist davon auszugehen, dass in der Folge auch in Müllheim eine solche Kette angefertigt und getragen wurde.
Mit dem Ende Badens als Großherzogtum und dessen Neukonstitution als Republik 1918/19 waren natürlich auch die auf der alten Medaille gezeigten Staatssymbole veraltet. Gemäß einer Entschließung des Staatsministeriums 1919 sollten die Bürgermeistermedaillen künftig auf der Vorderseite das badische Staatswappen, auf der Rückseite entweder den Gemeindenamen oder das Gemeindewappen zeigen. Im April 1926 erfolgte eine Neuanfertigung der Müllheimer Medaille durch die Badische Münzverwaltung Karlsruhe, als rückseitige Prägung trug das Müllheimer Exemplar die Inschrift: »Stadtgemeinde Müllheim (Baden)«. Die alte Medaille wurde zur Erinnerung aufbewahrt.
Infolge der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurden die Bürgermeister Badens verpflichtet, ihre Medaillen durch einen silbernen Ring mit Hakenkreuzanhänger zu ergänzen. Dessen Auslieferung erfolgte im Juli 1934 im Zuge einer Sammelbestellung des Badischen Gemeindetags. In den Kriegswirren 1945 ist die Müllheimer Kette abhandengekommen und ihr Verbleib blieb ungeklärt.
Nach der Gründung des Landes Baden-Württemberg nahm die Stadtverwaltung verschiedene Initiativen staatlicher Stellen zur Neuanfertigung der Bürgermeisteramtsketten zur Kenntnis. Eine Beschaffung wurde jedoch als nicht notwendig erachtet. Dieser Zustand blieb bis Ende der 1970er Jahre unverändert.
Die Anfertigung der heutigen Kette geht auf eine Idee und Initiative des damaligen Bürgermeisterstellvertreters Dr. Karl Braun aus den Jahren 1977/1979 zurück. Er veranlasste mit entsprechender Rückendeckung aus dem Gemeinderat die Anfertigung der Amtskette in der Freiburger Goldschmiede Kaltschmidt. In der öffentlichen Gemeinderatssitzung am 17.10.1979 wurde die Amtskette dem wiedergewählten Bürgermeister Hanspeter Sänger feierlich überreicht. Es war eine gelungene Überraschung, denn die ganze Unternehmung konnte erfolgreich vor dem Bürgermeister verborgen gehalten werden.
Die silberne Amtskette zeigt in der Mitte das Müllheimer Stadtwappen in Gold, das von den Wappen der Ortsteile Britzingen, Dattingen, Feldberg, Hügelheim, Niederweiler, Vögisheim und Zunzingen umgeben ist.