Stadt Müllheim 1

Stadtrat Müllheim stellt 15 städtische Wohnungen für Ukraine Flüchtlinge zur Verfügung

Pressemitteilung vom 10.03.2022

In einer nicht-öffentlichen Sondersitzung am Mittwochabend hat das Müllheimer Gremium einstimmig die Freigabe von 15 städtischen Wohnungen in der Goethestraße 13-15 zur Aufnahme von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine bewilligt. 900 qm Wohnfläche sollen 60-80 Menschen Zuflucht bieten. Zahlreiche Menschen auf der Flucht sind bereits in der Stadt angekommen und zunächst privat untergebracht. Die Stadt stellt außerdem Informationen im Zusammenhang mit der Invasion in der Ukraine auf einer eigenen Seite zur Verfügung: www.muellheim.de/ukraine

Mit Stand von gestern, 09.03.2022, 17:00 Uhr, sind bereits 45 vor dem Krieg geflohene Personen in privatem Wohnraum im Stadtgebiet Müllheim und in den Stadtteilen untergekommen. Der Stadtverwaltung liegen darüber hinaus 18 weitere Wohnungsangebote vor, die für das städtische Mietpaten-Modell in Betracht kommen und in denen weitere Personen untergebracht werden könnten. Beim in Müllheim bereits seit einigen Jahren praktizierten Mietpate-Modell tritt die Stadt als Zwischenmieter auf, um das Risiko von Mietausfällen für private Vermieter zu reduzieren. Insgesamt sind – ohne die Flüchtlinge aus der Ukraine – bereits 236 Menschen aus 18 Ländern, davon allein 62 Geflohene aus Syrien, in der Stadt untergebracht. Hinzu kommt eine Unterkunft des Landkreises für 130-150 Menschen, die ab Sommer im Gewerbegebiet westlich der Bahngleise bezogen werden soll.

„Nach Unterbringung aller Menschen, wie nun geplant, werden fast 500 Menschen durch Stadt und Landkreis untergebracht sein und in Müllheim wohnen, und es könnten noch mehr werden,“ so Bürgermeister Löffler in der Sondersitzung. „Darauf stellen wir uns ein und arbeiten daran, die Kriegsflüchtlinge, darunter viele Frauen und Kinder, gut zu versorgen.“

Kurz- und mittelfristige städtische Unterbringung von Flüchtlingen aus der Ukraine

Auch bei den Kriegsflüchtlingen nach § 24 AufenthG wird die reguläre Verteilung dreistufig erfolgen. Nach Erstunterbringung in den Landeserstaufnahmestellen erfolgt die Weiterleitung in die vorläufige Unterbringung der Landkreise. Bereits nach wenigen Wochen, spätestens nach sechs Monaten, erfolgt die Zuteilung in die Gemeinden in die Anschlussunterbringung.

Die Stadt Müllheim wird schnelle und unbürokratische Hilfe leisten, indem sie kurzfristig Wohnraum für Flüchtlinge aus der Ukraine bereitstellt. So werden 15 Wohnungen, mit einer Wohnfläche von ca. 898 qm, in der städtischen Liegenschaft „Goethestraße 13-15“, für 60-80 Personen bereitgestellt. Ursprünglich sollten die Wohnungen nicht mehr belegt werden, da eine Generalsanierung des Gebäudekomplexes vorgesehen war. Dieser wird nun nach hinten geschoben und die Wohnungen werden kurzfristig und sukzessive bis spätestens Mitte Mai brandschutzmäßig ertüchtigt und technisch aufbereitet sein.

Bei weiter steigendem Bedarf wird die Stadt mittelfristig weitere Möglichkeiten in Erwägung ziehen. So wird im Neubaugebiet „Am langen Rain“ weiterhin erwogen, ein bis zwei Reihenhausgrundstücke für Gemeinschaftsunterkünfte, die Platz für jeweils 60-80 Personen bieten könnten, bereitzustellen. Angedacht sind Gemeinschaftsunterkünfte in hochwertiger Modulbauweise.

Weitere Grundstücksoptionen, auch Angebote von privater Seite, werden derzeit geprüft und dann in Abhängigkeit der weiteren Lage geplant.

Aufgrund der umfangreichen Informationen zur Ukraine-Hilfe hat die Stadt Müllheim eine eigene Seite auf der städtischen Website eingerichtet. Diese ist über: www.muellheim.de/ukraine zu erreichen.