AKTUELL: Gemeinschaftsschule ist genehmigt!!! Beginn zum Schuljahr 2015/16

Weitere Infos

Chronologie:

Auf dem Weg zu neuen Schulformen

In einer traditionellen Schulstadt mit rund 5.000 Schülern ist es stets der Anspruch, mit einem vielfältigen Bildungsangebot einer heterogenen Schülerschaft und sich immer wieder ändernden Bedürfnissen gerecht zu werden. Das 2012 gestartete Forum »Bildung und Betreuung« widmet sich u.a. diesem Auftrag.

»Die Bildungslandschaft in unserem Land ist in Bewegung. Aktuell steuert die Schulpolitik auf ein zweigliedriges System von Gymnasium und Gemeinschaftsschule zu. Diese Entwicklungen werden sich auch auf die Schulstadt Müllheim auswirken, wo wir Bildung und lebenslanges Lernen als zentrale Aufgabe verstehen. Um unser schulisches Angebot auf hohem Niveau zu erhalten, gilt es, Strukturen und Unterricht ständig zu verbessern und den sich rasch verändernden gesellschaftlichen Bedingungen bestens anzupassen. Im städtischen Forum `Bildung & Betreuung´ haben wir uns gemeinsam mit den Schulleitungen intensiv über die Zukunft der Müllheimer Schullandschaft beraten und uns von der Notwendigkeit überzeugt, neue Wege zu gehen«, so die Bürgermeisterin Astrid Siemes-Knoblich.

Beteiligung und Transparenz

»Ein solcher Schritt kann und darf aber nicht von oben herab angeordnet werden. Wir sind uns bewusst, dass dies nur mit der Akzeptanz und Bereitschaft der Lehrerinnen und Lehrer, der Schülerinnen und Schüler und selbstverständlich auch deren Eltern erfolgen kann. Daher werden wir den Abstimmungsprozess stets in großer öffentlicher Transparenz durchführen. Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger über alle Einzelheiten informieren und aufklären sowie zu einem offenen Dialog über das zweigliedrige Schulsystem einladen. Unser Motto für die zukünftige Schulstadt Müllheim lautet: Wir lassen kein Kind zurück. Dies bedeutet aber auch, dass wir im Vorfeld alle Beteiligten überzeugen und mitnehmen müssen«, so die Bürgermeisterin weiter.

Schulleitungen und Gemeinderat für Zweigliedrigkeit

Die Frage »Wollen wir die Zweigliedrigkeit?« wurde von den Schulleitungen mit „Ja“ beantwortet und im Gemeinderat am 20. Februar 2013 beraten. Das Gremium begrüßte das Ziel der Schulen, sich neuen Lernformen zu öffnen. Was die Zweigliedrigkeit inhaltlich-konzeptionell, räumlich und organisatorisch für die einzelnen Schulen bedeutet, welche Weichenstellungen vorzunehmen sind, wurde und wird weiter untersucht werden.

Lenkungskreis begleitet den Prozess

Ein Lenkungskreis mit Vertreter/innen der Stadt, des Gemeinderats, der Schulen, Lehrer, Eltern und Schüler begleitet diesen Prozess, dessen Fortschritte immer wieder vorgestellt werden (sh. Infos zu bisherigen Veranstaltungen).

Neuer Zeitplan für Entwicklung eines Zwei-Säulen-Modells für die Sekundarstufe I

Stadt, Schulleitungen von Werkrealschule sowie Realschule und auch das staatliche Schulamt waren sich einig: Um einen erfolgreichen Start einer zukunftsfähigen Sekundarstufe I in Müllheim zu gewährleisten, sollten die zeitlichen Zielvorgaben für den Entwicklungsprozess neu definiert werden.

Zuvor waren intensive Gespräche in den Schulen und mit der Elternschaft geführt worden. „Dadurch sind wir zu der Erkenntnis gelangt, dass es nach wie vor auf allen Seiten einen großen Informations- und Entwicklungsbedarf gibt, der es notwendig macht, die lokalen Rahmenbedingungen neu abzustecken und den bisherigen Entwicklungsprozess zu verlangsamen“, so Bürgermeisterin Astrid Siemes-Knoblich.

Den Wortlaut der gesamten Pressemitteilung finden Sie hier

Werkrealschule wird 2015/16 zur Gemeinschaftsschule

Nachdem Abstand davon genommen worden war, zum 01.06.2014 den Antrag für die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule (GMS) aus Realschule und Werkrealschule zum Schuljahr 2015/16 zu stellen, ergab sich kurz vor den Osterferien 2014 nochmals eine Wendung: das rund 90seitige pädagogische Konzept der Adolph-Blankenhorn-Werkrealschule (WRS) war fertiggestellt. Viele Bausteine einer GMS werden bereits heute angeboten. Insofern signalisierten das Regierungspräsidium und das Staatliche Schulamt trotz der kurzen Zeit, die für die Antragstellung (01.06.2014) verbleibt, ihre Unterstützung. Beide Ämter bescheinigen der WRS auf dem richtigen Weg zu sein.

In Sitzungen des Lenkungskreises (19.05.14), der Gesamteltern und -lehrer (20.05.14) war man sich schnell einig, diese Chance zu nutzen. Diesem Votum schloss sich auch der Gemeinderat (21.05.14) an: Der Antrag auf Einrichtung einer Gemeinschaftsschule (GMS) an der WRS sollte zum 01.06.2014 gestellt werden. Der Antragseingang löst bei den Schulämtern das Prüfungsverfahren und Gespräche im Rahmen der “Regionalen Schulentwicklung” aus. Die Visitation der Vertreter/innen von RP und Staatlichem Schulamt im Juli 2014 verlief ausgesprochen positiv. Dabei wurden – neben der Prüfung der räumlichen Voraussetzungen – auch Gespräche geführt mit der Schulleitung sowie Vertretern der Steuerungsgruppe, des Elternbeirats, des Schulträgers u.a.m.

Aus Sicht der Schulen und des Schulträgers trug dieser Weg einerseits den an einer GMS interessierten Eltern Rechnung (immerhin hatten über 40% der Grundschuleltern Offenheit signalisiert), andererseits aber auch den Eltern, die sich für ihre Kinder weiterhin das “klassische” dreizügige System wünschten. Das Ziel blieb indes klar: eine gemeinsame Sekundarstufe I mit der Realschule. Wann und in welcher Form – dafür hat man Zeit… (vgl. auch Artikel der BZ, 23.05.2014).

Am 02.02.2015 gab das Kultusministerium nun die 62 neuen Gemeinschaftsschulen in Baden-Württemberg bekannt – Müllheim ist dabei.

Wichtige Infos zum Thema

Über die weiteren Entwicklungen wird an dieser Stelle informiert werden.

Termine und Eckpunkte
Infos zu bisherigen Veranstaltungen
Neues aus dem Lenkungskreis
Wichtige Links, Fragen und Antworten (FAQs) zum Thema GMS
Elternumfrage im Oktober 2013

Näheres zur Gemeinschaftsschule finden Sie außerdem im “Kultusportal” auf dieser Seite.