Feldberg

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung Feldbergs findet sich im Jahre 774. Der Ort liegt 396 m ü.d.M., geschützt in einem Tal der westlichen Vorbergzone des Schwarzwaldes am Fuße des Blauen. Die Anlage des Dorfes als Haufendorf und früheste Siedlungstätigkeit geht auf keltischen Ursprung zurück, um etwa 600 vor Chr., bis die Römer die Kelten im ersten Jahrhundert vor Chr. verdrängten. Die keltisch-römische Tradition und hohe Kultur des Wein- und Ackerbaus wurde später, etwa um 260 nach Chr. von den Alemannen übernommen, ebenso setzte sich die handwerkliche Geschicklichkeit der römischen Siedler fort. Im Mittelalter wechselte Feldberg mehrmals den Besitz verschiedener Markgrafen. Das Gemeindewappen zeigt einen goldenen Schlüssel auf rotem Grund, den Petrusschlüssel, und ist schon 1773 belegt.

Feldberg ist ein bäuerliches Dorf mit eng verwinkelten und verschachtelten Hofanlagen, die Zeuge der Realteilung sind. Spuren langjähriger bäuerlicher Nutzung sind in den Feldberger Flurnamen zu finden, alte Mauern, Hecken, Wege und Raine prägen das Orts- und Landschaftsbild. Zur Erinnerung an die 1200-jährige Geschichte des Dorfes Feldberg wurde 1982 auf dem Kirchplatz zwischen Kirche und Dorfbrunnen das Gemeindewappen in buntem Steinmosaik angefertigt. Viele alte Häuser wurden frühzeitig saniert, die heute den harmonischen, dörflichen Charakter prägen. Die herrlichen Blumen in den liebevoll gepflegten Bauerngärten erfreuen jedes Jahr wieder. Die Gemarkungsfläche beträgt 576 ha, davon entfallen 18 ha auf Wald, auf Rebfläche etwa 30 ha. Meist wird Müller-Thurgau, Gutedel und Spätburgunder angebaut. Bekannt und beliebt ist der Wein der Einzellage »Feldberger Paradies«.

In Feldberg gibt es noch ausgedehnte Streuobstwiesen, die für den südbadischen Raum einzigartig sind. Vom Frühjahr in der Baumblüte bis zum Herbst laden gut ausgebaute Feld- und Wanderwege durch Reben, Obstgärten und Wiesen bis hin zum Waldrand mit herrlichen Ausblicken in die Rheinebene, ins Elsass und in die Schweiz.

Zu Feldberg gehören die beiden Ortsteile »Gennenbach«, etwas südlich von Feldberg, und »Rheintal« nördlich von Feldberg gelegen, das im Dialekt »Rintel« gesprochen wird. Feldberg gehört seit der Gebietsreform 1972 als Stadtteil zu Müllheim und hat heute 620 Einwohner, paradiesische Lage und liegt 6 km von Müllheim entfernt.

Sehenswertes

Feldberg ist ein evangelischer Pfarrort. Die Kirche zählt zu den alten Baudenkmälern des Markgräflerlandes. Der Turm stammt aus dem Beginn des 13. Jahrhunderts, das Langhaus wurde 1420 errichtet und enthält sehr sehenswerte Renaissance- und Frühbarockfresken. Ein wunderschöner Wandteppich wurde von Feldberger Frauen geknüpft. Im Ortskern bildet der aus dem Jahr 1767 stammende Platzbrunnen ein besonderes Schmuckstück.

Zur Erinnerung an das Zisterzienserinnen-Kloster Rheintal aus dem 13. Jahrhundert und als Zeichen der Geburtsstätte für den Ort Feldberg wurde am ehemaligen Standort im Frühjahr 1999 ein Glockenturm errichtet, der aus Bürgerspenden finanziert wurde und heute neben dem bereits 1994 errichteten »Klosterbrunnen« steht. Zu Ehren vieler Dichter, die mit der Markgräfler Landschaft tief verwurzelt sind, wurde im Jahre 2000 in Feldberg ein »Dichterwegli«, ein 3 km langer Rundweg, erstellt. Auf 17 Tafeln sind Gedichte und Verse alemannischer Dichter dargestellt.

Feldberg erhielt mehrfach Auszeichnungen beim Wettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden«: 1. Preis beim Kreisentscheid 1982, Silberne Medaille im Landeswettbewerb 1983, Zweiter Platz im Kreiswettbewerb 1988. Der Gasthof »Ochsen« zeichnen sich durch eine weithin bekannte Gastronomie aus. Obst, Gemüse und weitere regionale Produkte sind vielfach direkt ab Hof zum Verkauf geboten.

Öffentliche Einrichtungen

Rathaus, Ortsverwaltung, Kindergarten, Gemeindesaal, Dorf- und Kinderspielplatz, Rast- und Spielplatz auf dem Stalten, Friedhof.

Weitere Infos

Geschichte im Überblick

  • Erst keltische, später römische Besiedlung
  • 774 erste urkundl. Erwähnung
  • Häufiger Besitzwechsel unter den Markgrafen
  • 1972: Eingemeindung nach Müllheim

Sehenswertes

  • Kirche, Turm 13. Jh., Langhaus von 1420 mit Wandteppich und Fesken
  • Platzbrunnen von 1767
  • Glockenturm Rheintal zum Gedenken an das ehemalige Zisterzienserinnenkloster des 13. Jh.
  • Dichterwegli

Ortsverwaltung Feldberg

Bürgelnstraße 28, 79379 Müllheim
Tel. 07631-2620, Fax 07631-174175
ovfeldberg@muellheim.de