Hügelheim

Geschichte

Hügelheim, ein liebenswertes und aufstrebendes Winzerdorf liegt am Rand der Vorbergzone zwischen Müllheim und Buggingen und hat 1.470 Einwohner.

Im Jahr 1101 wurde Hügelheim erstmals – in einer Urkunde des Klosters Allerheiligen – erwähnt und konnte im Jahr 2001 sein 900jähriges Bestehen feiern. Archäologische Funde lassen allerdings den Schluss auf eine wesentlich frühere Besiedlung zu. Neben zahlreichen geistlichen und weltlichen Grundherren hatte vor allem der Zehnt- und Patronatsherr, das Schwarzwaldkloster St. Blasien seit 1248 großen Einfluss im Dorf. Politisch gehörte das Dorf zur Herrschaft Badenweiler und später zu den Markgrafen von Baden-Durlach. Seuchen und Kriege suchten die Bewohner, meist arme Kleinbauern, heim. Besonders im Dreißigjährigen Krieg und den so genannten Franzosenkriegen kamen viele Hügelheimer ums Leben oder verloren ihr Hab und Gut. In den Friedenszeiten des 18. und 19. Jahrhunderts konnten sich Landwirtschaft und Weinbau entwickeln.

Im Jahr 1952 wurde die Winzergenossenschaft Hügelheim gegründet. Sie ist mit ca. 100 Mitgliedern und 70 ha Rebanbaufläche eine der kleinen Winzergenossenschaften im Markgräflerland , aber wegen der hervorragenden Qualität weitbekannt und hochgeschätzt.

Hügelheim war bis in die 60er Jahre vorwiegend ländlich geprägt. Heute gibt es noch 11 Haupt- erwerbslandwirte und Winzer sowie zahlreiche Nebenerwerbswinzer.

Einige Landwirte bieten Hofverkauf an. Nähere Informationen sind über die Ortsverwaltung erhältlich.

Seit dem Jahr 1974 ist Hügelheim Ortsteil von Müllheim. Die Gemarkungsfläche beträgt 540 ha. Hinzu kommen noch noch 200 ha Bergwald zwischen Schweighof und Sirnitz, sowie 45 ha Rheinwald auf Gemarkung Neuenburg in der Nähe von Zienken.

Sehenswertes

Die Kirche wurde 1113 zum erstenmal urkundlich erwähnt. Sie ist eine der ältesten Markgräfler Kirchen und ein Kleinod mit kostbaren Fresken aus dem 14. und 15. Jahrhundert (Südwand). Zwischen 1150 und 1200 entstand der heute noch erhaltene romanische Chorturm mit seinen Schallarkaden und dem Figurenfries in der Nordostecke, der im Markgräflerland einmalig ist. Die Kirche wurde im Jahr 1974 renoviert.

Damals wurde eine neue Orgel eingebaut. Altar, Ambo und Bestuhlung ergänzen den harmonischen Gesamteindruck des Kirchenschiffs. Zwei moderne Kunstwerke bereichern das historische Kirchengebäude.

Im Jahr 2001 erhielt die Kirche nach umfassenden Recherchen des Ortschronisten Walter Küchlin den Namen Evang. Katharinenkirche – die Hl. Katharina von Alexandrien war vermutlich die Patronin der Hügelheimer Kirche – Kirchenführer (2,50 EUR) und ein kleines Heft über die Hl. Katharina (1,00 EUR) sind in der Kirche und in der Ortsverwaltung erhältlich.

Noch immer prägen die schönen alten Höfe das Ortsbild. Sehr viele davon wurden im Rahmen des Dorfentwicklungsprogrammes in den 80er Jahren saniert. Schöne alte und neue Dorfbrunnen bereichern Straßen und Plätze.

In den Jahren 2001-2004 wurden renoviert:

Der Grillplatz ist ein ideales Gelände für Familien- und Vereinsgrillfeste. Er ist über die Ortsverwaltung in den Monaten April bis Oktober zu mieten.

Allgemeines

Von der Ortsverwaltung wird seit 1967 jährlich in der Vorweihnachtszeit der Hügelheimer Heimatbrief erstellt, der als wichtiges Bindeglied zwischen dem Heimatort und der in der Fremde wohnenden Hügelheimern gilt.

Der Hügelheimer Dorfabend findet jedes 2. Jahr im März statt. Vereine und Gruppen bieten ein attraktives Programm.

Seit 1980 gibt es in Hügelheim gezielte Ansätze zur Verbesserung der Lebensräume der freilebenden Tiere, initiiert von Ortsverwaltung und Ortschaftsrat konnte das in Fachkreisen “Hügelheimer Modell” genannte Projekt (Biotopvernetzung) eingeführt werden.

Gewerbe, Handwerk und Dienstleistungen

In den 70er Jahren hat sich die Fa. Glaskontor GmbH niedergelassen; die heute mit ca. 200 Beschäftigten ein glasverarbeitender Betrieb der Firmengruppe Schott ist, am westlichen Rand der Gemarkung befindet sich die Gasverdichterstation TENP.

Weitere Infos

Geschichte im Überblick

  • 1101: erste urkundliche Erwähnung
  • Seit 1248 unter Zehnt- und Patronatsherrschaft St. Blasien
  • Später Zugehörigkeit zu Badenweiler und Markgrafen v. Baden
  • 1952: Gründung der Winzergenossenschaft Hügelheim
  • 1974: Eingemeindung nach Müllheim

Sehenswertes

  • Kirche der Hl. Katharina, 12. Jh., Fresken aus dem 14. und 15. Jh.
  • historische Hofanlagen und Weingüter
  • Winzergenossenschaft
  • Historischer Rundgang und Weinlehrpfad

Ortsverwaltung Hügelheim

Basler Straße 15, 79379 Müllheim
Tel.: 07631-2239, Fax: 07631-175035
ovhuegelheim@muellheim.de