Dattingen

Geschichte

Die erste Erwähnung Dattingens erfolgte im Jahr 1185 auf einer Besitzurkunde des Klosters St. Trudpert, im Jahr 1222 geht Dattingen, damals Tatighoven in den Besitz des Klosters St. Blasien über. Umfangreiche Gräberfunde reichen in die Zeit vor 3.000 Jahren und belegen frühe keltische Besiedlung. Die Kirche St. Jakobus stammt aus dem im 14. Jh., der später errichtete Turm ist auf das Jahr 1512 datiert. Im Jahr 1556 erlässt Markgraf Karl II. eine neue Kirchenordnung wodurch Dattingen ein evangelischer Ort wird.

Dattingen steht zwischen 1571 und dem 30-jährigen Krieg (1618-1648), in dem es stark verwüstet wurde, unter der Verwaltung von zwei Lehensmeyern. Schwierige Zeiten erlebt der Ort 1629 als eine große Pest wütet, der viele Bürger zum Opfer fallen, ebenso überleben bei Plünderungen und Schändungen im Jahr 1633 von den 55 Bewohnern des Ortes nur 15.

Mit der Säkularisation (Verstaatlichung der Kirchengüter) der Klöster fällt der Besitz Dattingen an den Staat Baden, noch in der Zugehörigkeit zur Vogtei Britzingen. 1811 wird Dattingen selbständige Gemeinde, das Kirchspiel Britzingen-Dattingen dagegen besteht bis heute. In den Jahren 1814-1830 gerät Dattingen erneut durch Plünderungen, Seuchen und schlechte Witterung in Not, im Jahr 1840 zählt der Ort rund 300 Einwohner.

1950 wurde die Winzergenossenschaft Britzingen gegründet, bei der fast alle Dattinger Winzer Mitglied werden. In den Folgejahren werden umfangreiche Rebumlegungen und Rebflurbereinigungen durchgeführt. Nach vorgehender Selbständigkeit gehört Dattingen ab 1971 als Gesamtgemeinde Britzingen-Dattingen dem Ort Britzingen an, beide Orte werden jedoch zum 01.01.1974 der Stadt eingemeindet. 1985 feiert Dattingen sein 800-jähriges Bestehen.

Brauchtum

In Dattingen werden noch heute Traditionen lebendig gepflegt. Der sogenannte »Hisgier« geht mit seinem Gefolge am Ostermontag von Haus zu Haus. Ebenso ist das Schmücken der Dorfbrunnen zu Pfingsten Tradition.

Sehenswertes

Zu besichtigen in Dattingen ist die Kirche St. Jakobus aus dem 14. Jh. sowie mehrere hübsche Dorfbrunnen und historische Winzerhäuser.

Die landwirtschaftliche Struktur prägt auch heute noch das Dorf. Der Weinbau ist vorherrschend, der überwiegend im Nebenerwerb betrieben wird.

Ferienwohnungen mit herrlichem Blick auf die Schwarzwald-Vorberge und idyllische Wanderwege durch alte Hohlgassen laden ein, erholsame Tage fernab von Lärm, Stress und Hektik zu genießen.

Weitere Infos

Geschichte im Überblick

  • 1185: Erste urkundliche Erwähnung
  • 1629: Die Pest wütet in Dattingen
  • 1811: Selbständige Gemeinde
  • 1971: Gesamtgemeinde Britzingen-Dattingen
  • 1974: Eingemeindung nach Müllheim

Sehenswertes

  • Kirche St. Jakobus, 14. Jh.
  • Dorfbrunnen und Winzerhäuser
  • Alte Hohlgasse mit Wanderwegen

Ortsverwaltung Britzingen-Dattingen

Zehntweg 3, 79379 Müllheim
Tel. 07631-2235, Fax 07631-175625
ovbritzingen@muellheim.de