Gebäudebrand in der Innenstadt

Gegen drei Uhr morgens ist der Flachdachanbau des Lebensmitteldiscounters Netto in der Werderstraße ein Raub der Flammen geworden. Den Feuerwehren war es allerdings gelungen, sowohl die Nachbarhäuser als auch das historische Hauptgebäude an der Straße vor den Flammen zu retten. Die Anwohner wurden vorsorglich evakuiert, verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Kurz vor drei Uhr am Montagmorgen brach im Bereich der rückwärtig gelegenen Warenannahme das Feuer aus. Schnell griff es auf das Flachdachgebäude über. Beim Eintreffen der Feuerwehr Müllheim, die später von Einsatzkräften der Wehren aus Heitersheim und Neuenburg verstärkt wurden, stand das Gebäude bereits im Vollbrand. Durch die enge Bauweise drohte das Feuer auf Nachbarhäuser überzuspringen, so dass die Feuerwehr nicht nur die Brandbekämpfung von mehreren Seiten einleitete, sondern diese Gebäude mit Riegelstellungen schützte. Sicherheitshalber wurden die Bewohner in den Nachbarhäusern wie auch im Altbau des Lebensmittelmarktes von der Feuerwehr evakuiert und zur weiteren Betreuung ins Feuerwehrgerätehaus gebracht.

Keine Gefahr für Einwohner
Durch die Flachdachkonstruktion gelang es den Flammen anfangs, sich immer weiter auszubreiten. Über die Drehleiterfahrzeuge der Feuerwehren Müllheim und Heitersheim öffneten die Einsatzkräfte das Dach Stück für Stück und löschten den Brandherd ab. Gegen 4.45 Uhr war das Feuer unter Kontrolle. Zu diesem Zeitpunkt gingen mehrere Atemschutztrupps den Brand von verschiedenen Seiten an. Die Messgruppe der Abteilung Feldberg nahm zudem Luftmessungen vor. Zwar konnte man den Geruch bis zum Stadtrand wahrnehmen, eine Schadstoffkonzentration konnte aber bei keiner der mehrmals wiederholten Messungen nachgewiesen werden.

Bürgermeisterin Astrid Siemes-Knoblich und Kreisbrandmeister Alexander Widmaier sowie sein Stellvertreter Andreas Grozinger waren vor Ort, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Besorgt zeigte sich die Bürgermeisterin vor allen Dingen gegenüber den betroffenen Bewohnern. Nachdem sie von Einsatzleiter und Gesamtkommandant Michael Stöcklin die Lage erläutert bekam, besuchte sie die evakuierten Menschen im Feuerwehrgerätehaus. Die Werderstraße und die Goethestraße wurden von Polizeikräften gesperrt. Im Zuge der Nachlöscharbeiten und der Brandwache konnte zumindest die Goethestraße wieder für den Verkehr freigegeben werden. Die Werderstraße blieb noch längere Zeit gesperrt, der Busverkehr wurde umgeleitet. „Ihr habt einen ganz tollen Job gemacht“, würdigte Kreisbrandmeister Alexander Widmaier gegen Ende des Einsatzes die gute Leistung der Einsatzkräfte und der Einsatzleitung. Auch Bürgermeisterin Astrid Siemes-Knoblich dankte den Kräften für den professionellen und selbstlosen Einsatz.
Insgesamt waren mehr als 60 Feuerwehrleute aus den Müllheimer Abteilungen, von den Feuerwehren Heitersheim und Neuenburg, der Rettungsdienst und die Schnelle Einsatzgruppe Betreuung des Deutschen Roten Kreuzes im Einsatz. Ferner waren mehrere Polizeibeamte und die Führungsgruppe der Feuerwehr an dem Einsatz beteiligt.

Brandursache noch nicht geklärt.
Der Brand ist im Bereich der Warenannahme im rückwärtigen Bereich ausgebrochen. Die Ursache ist allerdings noch nicht geklärt. Deshalb hat die Polizei das Gebäude am Ende des Feuerwehreinsatzes beschlagnahmt. Die Kriminalpolizei hat noch in der Nacht die Ermittlungen aufgenommen.