Gemeinsames Gedenken 100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkrieges

Am 11. November 1918 wurde im Wald von Compiègne der Waffenstillstand unterzeichnet, der nach vier Jahren das Ende des Ersten Weltkrieges bedeutete. In Frankreich zählt dieser Jahrestag zu einem der wichtigsten Gedenktage. Auf Einladung der Bürgermeister von Guebwiller und Isenheim, Francis Kleitz und Marc Jung, nahmen in diesem Jahr Bürgermeisterin Astrid Siemes-Knoblich sowie Vertreter des Ortschaftsrates Feldberg an den jeweiligen offiziellen Gedenkveranstaltungen im Elsass teil. Mit Isenheim verbindet den Müllheimer Ortsteil Feldberg eine langjährige Freundschaft.

In Guebwiller wurde zunächst mit einer Zeremonie auf dem Soldatenfriedhof den im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten gedacht. Dort befinden sich mehr als 600 Gräber von Deutschen und Franzosen. Es folgte der Festakt am Ehrenmal für die Verstorbenen mit einer gemeinsamen Kranzniederlegung. Auch in der Gemeinde Isenheim gedachte man diesem besonderen Jahrestag mit einer großen Gedenkfeier am Ehrenmal, die, ebenso wie in Guebwiller, begleitet wurde von Ausstellungen und vielen kleinen und großen kulturellen Veranstaltungen. Neben Vertretern der Gemeinden waren Mitglieder des Militärs, der Veteranenvereinigungen, der Feuerwehr, Schulen und vor allem die Bürgerinnen und Bürger anwesend, die sich in großer Zahl an den Feierlichkeiten beteiligten. Schülerinnen und Schüler trugen Gedichte und Gedanken zum Thema Krieg und Frieden vor.

Bürgermeisterin Astrid Siemes-Knoblich betonte in ihrer Rede die große Bedeutung dieses besonderen Jahrestages für die deutsch-französischen Beziehungen und insbesondere auch für die Menschen hier in der Region. Dabei dürfe es nicht mehr um die Frage von Sieg und Niederlage gehen, sondern vielmehr darum, die gemeinsame Erinnerung an diesen kollektiven Albtraum wachzuhalten, als Basis für die Freundschaft beider Länder und damit auch als Fundament für den Frieden in einem gemeinsamen Europa. Einig waren sich alle drei Bürgermeister, dass man diesen Tag zum Anlass nehmen wolle, noch viele Brücken über den Rhein zu bauen.

Rede von Astrid Siemes-Knoblich am 11.11.2018 in Guebwiller und IsenheimPDF 120 kB