Der Geist eines friedliebenden Europas – Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag

Um das Ende des Ersten Weltkrieges, seine weitreichenden Folgen und die gemeinsame Pflicht zur Friedenssicherung ging es h in den Reden von Bürgermeisterin Astrid Siemes-Knoblich und Brigadegeneral Bertrand Boyard bei der diesjährigen Gedenkstunde zum Volkstrauertag in Müllheim, die traditionell am Ehrenmal auf dem alten Müllheimer Friedhof stattfindet.

Als Teilnehmer konnte die Bürgermeisterin die Abordnungen der Deutsch-Französischen Brigade und der Reservistenkameradschaft Markgräflerland sowie Vertreter des VdK Ortsverbandes begrüßen. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Stadtmusik und dem Männerchor der Müllheimer Sängervereinigung.

In ihrer Rede rief Bürgermeisterin Siemes-Knoblich noch einmal die Ereignisse am Tag des 11. Novembers vor 100 Jahren ins Gedächtnis, der Tag, als mit der Unterzeichnung des Waffenstillstandes ein vierjähriger Krieg zu Ende ging, der das Leben der Menschen in ganz Europa nachhaltig verändert hat. Dass heute bei einem der wichtigsten französischen Gedenktage auf französischen Soldatenfriedhöfen sowohl die Marseillaise als auch die deutsche Nationalhymne gespielt wird, sieht sie geradezu als eine Verpflichtung der beiden Nationen, nicht nur eine gemeinsame Erinnerungskultur zu pflegen, sondern auch gemeinsam für eine friedliche Zukunft zu sorgen, in Europa und überall dort, wo Krieg und Terror immer noch als probate Mittel der Machtausübung gelten. Sinnbild dafür sei die Deutsch-Französische Brigade mir ihren gemeinsamen Friedenseinsätzen im Ausland. “Ohne diesen Ersten Weltkrieg mit seinen weitreichenden Folgen, dem unermesslichen Leid und der großen Not, wäre dieser Geist von einem friedliebenden Europa und seine Pflicht zur Friedenssicherung nicht entstanden.”

Auch Brigadegeneral Bertrand Boyard betonte in seiner Rede den Aspekt der Versöhnung zwischen Franzosen und Deutschen. Die beiden Hauptgegner des Ersten Weltkrieges verbinde heute eine enge Freundschaft, die Streitkräfte beider Länder arbeiten eng zusammen und leisten ihren Dienst in vielen Einsätzen Seite an Seite, wie aktuell im afrikanischen Mali.

Reden zum Volkstrauertag 2018PDF 107 kB