Zugeparkte Rettungswege gefährden Leben – Zukünftig verstärkt Kontrollen

Müllheim, 24.12.2017 – Wer auf Rettungszufahrten und Aufstellflächen für Feuerwehrfahrzeuge parkt, begeht nicht nur eine Ordnungswidrigkeit, sondern gefährdet unter Umständen Leben, dann nämlich, wenn Feuerwehr und Rettungskräfte gar nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen an den Einsatzort gelangen. Vor allem im Bereich rund um den Bahnhof, wie beispielsweise vor und am Stellwerk, geschieht dies nahezu täglich, trotz entsprechender eindeutiger Beschilderung.

Die Stadt Müllheim wird deshalb in nächster Zeit verstärkt Kontrollen und Aufklärungsarbeit durch den Gemeindevollzugsdienst durchführen und verbotswidrig geparkte Autos, auch ohne vorherige Verwarnung, abschleppen lassen. Nicht der Eintritt einer konkreten Behinderung ist dabei ausschlaggebend, sondern allein die potenzielle Gefahr, die von den hier geparkten Autos ausgeht.

Dabei ist sich die Stadtverwaltung durchaus der schwierigen Parksituation am Bahnhof bewusst. Etwas Entlastung wird unter Umständen die Erweiterung der Parkfläche für rund 100 Fahrzeuge bringen, die bereits in Vorbereitung ist, und die, abhängig von der Witterung, voraussichtlich noch gegen Ende des ersten Quartals 2018 zur Verfügung stehen wird.

Aber bei allem Verständnis für die Autofahrer und Pendler kann die Stadt Müllheim hier nicht einfach ein Auge zudrücken und den Bereich quasi zum rechtsfreien Raum erklären. Sie appelliert deshalb an die Vernunft der Autofahrer, weder auf Rettungswegen, noch in Kreuzungsbereichen oder in Parkverbotszonen vor Ein- und Ausfahrten zu parken.

„Wir sind als Ortspolizeibehörde dafür verantwortlich, dass die öffentliche Sicherheit gewährleistet ist. Vor allem bei der Missachtung von Parkverboten auf Rettungszufahrten und Aufstellflächen für Feuerwehrfahrzeuge können wir keine Ermessensentscheidungen treffen, sondern müssen uns an geltende Vorschriften halten, deren Einhaltung im Ernstfall auch Leben retten kann“, so Haupt- und Ordnungsdezernent Dominik Fröhlin.