Flüchtlings- und Integrationsbeauftragte

Seit 01.07.2016 ist Frau Angelika Czajor bei der Stadt Müllheim die kommunale

Flüchtlings- und Integrationsbeauftragte

Ihre Stelle umfasst insbesondere folgende Aufgabenbereiche:

• Zentrale Anlauf-, Beratungs- und Koordinierungsstelle für alle Flüchtlingsangelegenheiten der Gemeinde
• Kooperation mit Migrantenorganisationen
• Aufbau und Koordination von Netzwerken unter Einbindung der ehrenamtlichen Helfer.
• Ansprechpartner/in für die Bürgerinnen und Bürger
• Einführung eines transparenten und leicht zugänglichen Integrationsangebotes

Kontakt

Angelika Czajor
Stadt Müllheim
Städtische Flüchtlingsbeauftragte
Dezernat V Fachbereich 51
Bismarckstr. 3
79379 Müllheim

Tel.: +49(0)7631 801- 135
Fax: +49(0)7631 801-126
E-Mail: aczajor@muellheim.de

Einladung zum Kommunalen Flüchtlingsdialog

Integration ist eine gemeinschaftliche Aufgabe unserer Gesellschaft, die uns sowohl Chancen als auch Entwicklungsmöglichkeiten bietet.
Gestalten Sie dies mit!
weitere Infos hier:
Kommunaler Flüchtlingsdialog

2016-10-20 Stadtkurier_ Einladung zum KFDPDF 118 kB

Willkommensbroschüre für Flüchtlinge

Für Menschen mit Flüchtlings- und Migrationshintergrund hat der Helferkreis Flüchtlinge, mittlerweile Verein “Zuflucht Müllheim e.V.” eine Orientierungsbroschüre erstellt:

Willkommensbroschüre Müllheim_Stand 2016-03PDF 4,3 MB

Flüchtlinge in Müllheim – informieren und helfen

Weltweit gibt es so viele Flüchtlinge wie noch nie seit dem zweiten Weltkrieg. Fast 60 Millionen Menschen verlassen ihre Heimatorte oder gar ihre Heimatländer aus Angst und Not. Dabei sei mittlerweile jeder zweite Flüchtling ein Kind oder Jugendlicher. Das berichtet das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR in seinem im Juli 2015 herausgegebenen Jahresreport.

Mit dem immer größer werdenden Zustrom von Flüchtlingen und Migranten nach Deutschland erhöht sich auch der Wunsch nach Information. Diese Seiten sollen Ihnen bei diesem Thema helfen:

Flüchtlinge und Asylbewerber – Definition

 

Fragen und Antworten

Aus welchen Ländern stammen die Flüchtlinge in Müllheim?

Den größten Anteil bilden zurzeit Menschen aus Gambia, Eritrea, Nigeria, Pakistan Algerien, Afghanistan, Syrien, einige auch aus den Westbalkan-Staaten

Überwiegend kommen alleinstehende junge Männer. Es gibt aber auch Familien, die in Müllheim leben.


Warum flüchten die Menschen aus diesen Ländern?

Gambia

Der kleine Staat Gambia an der westafrikanischen Küste ist eines der ärmsten Länder der Welt, rund die Hälfte der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze, 60 Prozent sind Analphabeten. Hoffnung auf wirtschaftliche Besserung gibt es kaum – das Land verfügt über keine Rohstoffe und lebt von etwas Tourismus sowie dem Export von Erdnüssen, Reis und Hirse. Wirtschaftlich ist es auf Geldüberweisungen von Gambiern im Ausland angewiesen. Politisch ist Gambia zwar stabil, Präsident Yahya Jammeh herrscht seit über 20 Jahren. Unter seinem Regime kommt es jedoch zu diversen Menschenrechtsverletzungen, Unterdrückung der Presse- und Meinungsfreiheit und Verfolgung wegen politischer Überzeugungen.

Syrien

Bürgerkriege und bürgerkriegsähnliche Unruhen; unter anderem Verfolgungstatbestände wegen Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen politischer Überzeugungen. Moderate und islamistische Rebellen, kurdische Truppen, ISIS-Terroristen und das vom Iran unterstützte Assad-Regime bekämpfen sich gegenseitig: Darunter leiden muss die zivile Bevölkerung. Seit 2011 sind über 220.000 Menschen ums Leben gekommen.

Afghanistan

unter anderem Verfolgungstatbestände wegen Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen politischer Überzeugungen; Bürgerkriege und bürgerkriegsähnliche Unruhen; diverse Menschenrechtsverletzungen. Dazu kommt, dass die grausame ISIS-Terrormiliz im Land immer mehr an Bedeutung gewinnt. Der afghanische Präsident Ashraf Ghani (66) beurteilt den ISIS-Aufstieg in seinem Land als „schreckliche Bedrohung“.

Pakistan

Das zentrale Problem des Landes ist Terrorismus und Extremismus. Innerhalb Pakistans tobt ein Krieg zwischen dem pakistanischen Militär und dem pakistanischen Arm der Taliban. Zwar gelingt es dem Militär die Terroristen immer wieder aus Gebieten zu verdrängen, aber die Taliban kehrt immer wieder mit neuer Kraft zurück.

Ex-Jugoslawien (Kosovo, Mazedonien, Serbien, Bosnien-Herzegowina)

Unter anderem Diskriminierung und Ausgrenzung von Minderheiten, insbesondere von Roma-Angehörigen: gewalttätige Übergriffe, ungenügende Zugänge zur Gesundheitsversorgung und zum Bildungssystem, mangelhafte Existenzsicherung.

Nigeria

Rund 150 000 Nigerianer sind wegen des blutigen Terrorfeldzugs von Boko Haram in Nachbarländer geflohen, vor allem in den Niger und nach Kamerun. Rund 1,4 Millionen Menschen sind aus dem Nordosten Nigerias, wo die sunnitischen Extremisten wüten, in andere Landesteile geflohen. Schätzungen zufolge sind seit 2009 mehr als 15 000 Menschen getötet worden. Lebenssituation: Ca. 70 Prozent der nigerianischen Bevölkerung lebt mit weniger als zwei Dollar am Tag in extremer Armut.

Eritrea

Das afrikanische Land Eritrea gehört nach Einschätzung des IWFs zu den ärmsten Ländern der Welt. Viele Menschen in Eritrea sind wegen der katastrophalen wirtschaftlichen Lage in ihrem Land von dem Geld Verwandter abhängig, die im Ausland leben.
Eritrea wird auch das Nordkorea Afrikas genannt. Mit dem Nachbarland Äthiopien steht Eritrea in einem ständigen Grenzkonflikt. Viele Eritraerer werden zum Militärdienst gezwungen. Grundrechte wie Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit, Versammlungs- oder Redefreiheit dürfen fast gar nicht ausgeübt werden.


Wie werden die Flüchtlinge in Deutschland untergebracht?

Krisen, Kriege und Armut in Afrika, im Nahen und Mittleren Osten und in Südosteuropa haben die Zahl der Asylbewerber in Deutschland steigen lassen: Bereits im ersten Halbjahr 2015 wurden ca. 180.000 Asylanträge gestellt – mehr als doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum 2014. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2013 wurden in Deutschland knapp 130.000 Asylanträge gestellt. Im August 2015 korrigierte das Innenministerium die Flüchtlingsprognose für 2015 von 450.000 auf mehr als 800.000 Flüchtlinge.

Um die Verteilung der Flüchtlinge in die einzelnen Bundesländer möglichst gerecht zu gestalten, gibt es Aufnahmequoten. Der sogenannte “Königsteiner Schlüssel” legt den exakten Anteil der Asylbegehrenden fest, die jedes Bundesland aufnehmen muss. Er wird jährlich entsprechend der Steuereinnahmen und der Bevölkerungszahl der Länder errechnet.
Die Quote für Baden-Württemberg beträgt derzeit rund 13 %.

Die erste Station für Asylbewerber und die meisten sonstigen Flüchtlinge sind die Landeserstaufnahmeeinrichtungen (LEA). In Baden-Württemberg sind diese in Karlsruhe, Mannheim, Ellwangen und Meßstetten. Im Regierungsbezirk Freiburg wird erst 2016 eine LEA in Freiburg zur Verfügung stehen.
Diese Erstaufnahmestellen Baden Württembergs sind aktuell völlig überfüllt (Stand Sept.2015). Deshalb wurden in den vergangenen Monaten sogenannte „Bedarfsorientierte Erstaufnahmeeinrichtungen“ (BEAs) eingerichtet. Bei den BEAs ist zu beachten, dass sich hier täglich Veränderungen ergeben können. Die nachstehenden Angaben können also morgen schon unvollständig sein, da mit weiteren BEAs zu rechnen ist.
BEAs gibt es aktuell im Regierungsbezirk Freiburg in: Donaueschingen, Freiburg, Sasbachwalden und Villingen-Schwenningen.

Werden die Flüchtlinge dann auf Städte und Landkreise verteilt, gibt es auch hier große Schwierigkeiten, Wohnraum zu finden. Weitere dezentrale Erstaufnahmeeinrichtungen sind geplant. Asylbewerber werden hier registriert und auf übertragbare Krankheiten untersucht. Das für die Asylverfahren zuständige Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) unterhält auf dem Gelände der LEA eine Außenstelle, welche die Asylanträge der Asylbewerber entgegennimmt und sie im Asylverfahren anhört. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in der LEA beträgt etwa sechs Wochen.

Von der LEA aus geht der Weg der Asylsuchenden und Flüchtlinge dann in die Stadt- und Landkreise, wo sie vorläufig untergebracht werden. Diese Zuteilung erfolgt nach einem Bevölkerungsschlüssel. Die Aufnahmequote des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald beträgt hierbei rund 2,7 %.

Da die Landkreise in der Regel über keine eigenen Grundstücke und Liegenschaften verfügen, werden hier die Städte und Gemeinden zur Bereitstellung von Flächen und Gebäude für die Einrichtung von sogenannten Gemeinschaftsunterkünften und mittlerweile auch von sogenannten Behelfsunterkünften (in der Regel Wohncontainer) herangezogen.

Der Aufenthalt in einer Gemeinschaftsunterkunft ist auf maximal 24 Monate beschränkt.
Anschließend erfolgt eine Verteilung auf die Kommunen im Landkreis, die sogenannte Anschlussunterbringung. Die Kommunen sind dann gesetzlich verpflichtet, für Wohnraum zu sorgen.


Dürfen Asylbewerber arbeiten?

Asylbewerber und Geduldete dürfen mittlerweile bereits nach drei Monaten arbeiten. Bislang durften sie erst nach neun Monaten eine Arbeit annehmen (Stand September 2015).

Hat ein Asylbewerber einen Job in Aussicht, erfolgt zunächst noch eine so genannte Vorrangprüfung. Asylbewerber dürfen eine Stelle demnach nur dann bekommen, wenn es keinen geeigneten deutschen oder EU-Bewerber für den Job gibt.

Asylbewerber können sich für eine Lehre bewerben, ebenso für Praktika im Rahmen einer Schul- oder Berufsausbildung oder eines EU-geförderten Programms sowie für eine Beschäftigung im Bundesfreiwilligendienst oder im Freiwilligen Sozialen Jahr. Während der Lehrzeit soll keine Abschiebung erfolgen. Außerdem können Asylsuchende gemeinnützige Tätigkeiten, sogenannte 1-Euro-Jobs verrichten.

Weitere Infos zum Thema

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge
Projekt Integration von Asylsuchenden und Flüchtlingen in der Region

Welcome Center Freiburg
Das Welcome Center für internationale Fachkräfte Freiburg-Oberrhein bietet Beratung und Unterstützung für internationale Fachkräfte, die in unserer Region leben und arbeiten möchten.

Online-Jobbörse workeer.de
Flüchtlinge könnten die Lösung für den eigenen Personalnotstand sein. Bei der brandneuen bundesweiten Onlinejobbörse “workeer.de” speziell für diese Bewerbergruppe haben bereits mehrere Arbeitgeber aus dem Raum Freiburg offene Stellen eingetragen. Die Arbeitsagentur Freiburg sagt, sie mache sehr gute Erfahrungen mit der Vermittlung von Flüchtlingen. Die Internet-Stellenvermittlungsplattform “workeer.de” für Flüchtlinge ist ein Projekt im Rahmen des Kommunikationsdesignstudiums von zwei Berlinern, das bundesweit Aufmerksamkeit erregt hat. Dort können Arbeitgeber offene Stellen und Flüchtlinge ihre Bewerberprofile einstellen.

Seit Kurzem bietet “www.jobbörse.de”:https://www.jobbörse.de/refugees/
als eine der größten Jobbörsen in Deutschland auch „Jobs für Geflüchtete“ an:
Geflüchtete finden auf der Webseite aktuelle Jobs für Geflüchtete und können zusätzlich ihr Bewerbungsprofil kostenlos eintragen. Die Stellenangebote werden passend zum Bewerberprofil selektiert und passende Jobs werden regelmäßig per Email an registrierte Bewerber geschickt.
Für Arbeitgeber gibt es einen Leitfaden mit wichtigen Fragen zum Thema „Ausbildung bzw. Beschäftigung von Flüchtlingen“, sodass interessierte Arbeitgeber alle wichtigen Aspekte bei der Beschäftigung berücksichtigen können.


Wovon leben die Flüchtlinge in Deutschland?

Asylbewerber haben während der Dauer des Asylverfahrens Ansprüche auf Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG).
Leistungen sind nur dann zu gewähren, wenn Hilfebedürftigkeit nachgewiesen ist.
Vermögen muss vor Bezug von Leistungen aufgebraucht werden. Der Vermögensfreibetrag beträgt 200 € je Person.

Höhe der Leistungen nach dem ASylbLG

Die den Flüchtlingen zustehenden Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz sind auf sechs Regelbedarfsstufen aufgeteilt (Stand Sept. 2015):
• Leistungen für einen alleinstehenden Erwachsenen (Regelbedarfsstufe 1):
§ 3 Abs. 1 AsylbLG 143,00 Euro (sogenannter Taschengeldbetrag)
§ 3 Abs. 2 AsylbLG 216,00 Euro (Nahrungsmittel, Getränke, Bekleidung, Energie, Gesundheit)
• Die Beträge für Ehepaare, Partner und Kinder werden prozentual von der Regelbedarfsstufe 1 abgeleitet.

Für Wohnungsausstattung, bzw. Instandhaltung können einmalige Beihilfen beantragt werden. Die Kosten der Unterkunft werden für die Personen in den Gemeinschaftsunterkünften als Sachleistung gewährt.

Leistungen nach dem AsylbLG

  • Auf Antrag können für besondere Bedürfnisse einmalige / laufende Leistungen gewährt werden.
  • Auf Antrag können für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene Leistungen für Bildung und Teilhabe gewährt werden (Schulmaterial, Lernförderungsbedarf etc.).
  • Anträge können – bei Bedarf – vor Ort bei der Sozialbetreuung gestellt werden.

Sicherstellung über § 4 des AsylbLG

  • Der Leistungsanspruch erstreckt sich auf die Behandlung akuter Erkrankungen und Schmerzzustände
  • Bei Bedarf und bei Leistungsberechtigung wird vom Sozialarbeiter der GU ein Krankenschein mit einer Gültigkeit von bis zu 3 Monaten für Allgemeinärzte und Zahnärzte ausgegeben.
  • Facharztbehandlungen sind nur nach vorheriger Genehmigung durch die Leistungsbehörde (Sachgebiet Leistung des Fachbereiches Aufnahme & Integration im Landratsamt) möglich.
  • Apothekenrezepte sind zuzahlungsfrei. Rezeptfreie Medikamente wie Kopfschmerztabletten und Hustensaft müssen von den Leistungsberechtigten selbst bezahlt werden, da diese Kostenanteile im Geldbetrag enthalten sind.

Flüchtlingskinder und Kitas - was ist zu tun?

  • Die Sozialbetreuung vor Ort hilft, für jüngere Kinder einen Kindergartenplatz zu finden. Hier muss zunächst abgeklärt werden, ob die betroffenen Familien kurzfristig von einem Auszug betroffen sind oder sein werden. Dies ist deshalb wichtig, damit keine Vermittlung in Schule/Kindergarten erfolgt, welche bei einem kurzfristigen Umzug unter Umständen wieder aufgelöst werden müsste.
    Sofern die Familien nicht auf der unmittelbaren Auszugsliste stehen, kann der Kontakt zu den Kindergärten bzw. örtlich zuständigen Schulen hergestellt werden.
  • Grundsätzlich besteht für Kinder von Flüchtlingsfamilien ab dem 1. Lebensjahr ein Anspruch auf Förderung in einer Tageseinrichtung im Umfang des sogenannten “bedarfsunabhängigen Grundanspruchs”. Dies entspricht der “Regelgruppe” im Kindergarten / in der Kinderkrippe oder – falls nicht vorhanden – der geringsten angebotenen Betreuungsform der Einrichtung. Die einzige zu erfüllende Voraussetzung ist der Bezug von Asylbewerberleistungen, damit der rechtmäßige Aufenthalt der Familien im Landkreis sichergestellt ist.
  • Bietet die Tageseinrichtungen verschiedenen Gruppenformen an und die Familie wünscht eine längere Betreuung als die der geringsten Betreuungsform, sind die Zusatzkosten von der Familie selbst zu tragen. Ein Zuschuss des LRA ist in diesem Fall nur innerhalb des Grundanspruchs möglich.
  • Sofern die Kindeseltern beispielsweise berufstätig sind oder einen Sprachkurs besuchen und daher nicht selbst für die Betreuung zur Verfügung stehen, kann auch eine Betreuung über den Grundanspruch hinaus geprüft werden. Dieselbe Regelung gilt auch für Kinder, die das erste Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
  • Für die Antragsstellung ist das entsprechende Antragsformular auszufüllen – sofern die Eltern aber Schwierigkeiten beim Verstehen der Fragestellungen haben, reicht auch ein kurzes formloses Antragsschreiben, aus dem die Personendaten aller Familienmitglieder sowie das Sorgerecht ersichtlich sind. Zudem wird eine Kindergartenbescheinigung benötigt sowie, falls vorhanden, eine Kopie des aktuellen Asylbewerberleistungsbescheides. Die Informationen zum Asylbewerberleistungsbezug können die zuständigen Mitarbeiter/-innen des Kreisjugendamtes auch hausintern bei der zuständigen Stelle erfragen.
  • Alternativ können Flüchtlingskinder zwischen 1 und 3 Jahren auch in Tagespflege gefördert werden, sofern die Förderung auf längere Sicht geplant ist und von einer qualifizierten Tagespflegeperson durchgeführt wird. Der bedarfsunabhängige Grundanspruch hierfür beträgt mindestens 2 × 4 Stunden oder 3 × 3 Stunden pro Woche und höchstens 5 × 4 Stunden pro Woche. Pro Betreuungsstunde kann ein Pflegegeld in Höhe von 5,50 Euro gewährt werden.
  • Ab Vollendung des 3. Lebensjahres ist die Förderung in Tageseinrichtungen vorrangig.
  • Aktuelle Infos des KVJS sind hier zu finden.

Flüchtlingskinder und Schule - was ist zu tun?

  • Kinder von Asylbewerbern werden 6 Monate nach Einreise in das Bundesgebiet schulpflichtig.
  • Die Sozialbetreuung vor Ort hilft, eine geeignete Klasse zu finden. Hier muss zunächst abgeklärt werden, ob die betroffenen Familien kurzfristig von einem Auszug betroffen sind oder sein werden. Dies ist deshalb wichtig, damit keine Vermittlung in Schule/Kindergarten erfolgt, welche bei einem kurzfristigen Umzug unter Umständen wieder aufgelöst werden müsste.
    Sofern die Familien nicht auf der unmittelbaren Auszugsliste stehen, kann der Kontakt zu den örtlich zuständigen Schulen hergestellt werden.
  • Schulen können für Kinder mit ausländischen Wurzeln sogenannte Vorbereitungsklassen (VKL) einrichten. Diese müssen im Vorfeld beim Schulamt beantragt werden. Für Jugendliche von 16-21 Jahren gibt es darüber hinaus die sog. “VABO-Klassen” (Vorbereitung Arbeit Beruf ohne Deutschkenntnisse). Die Georg-Kerschensteiner-Schule bietet eine solche Klasse an, für welche die Plätze jedoch begrenzt sind.
  • Förderschwerpunkt ist die Vermittlung der deutschen Sprache.
  • Nach maximal 12 Monaten sollen die Schüler in die Regelklassen integriert werden.

Schülerbeförderung:

  • Träger der Schülerbeförderung ist der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Die Übernahme von notwendigen Schülerbeförderungskosten ist im Rahmen der geltenden Satzung des Landkreises möglich. Verkürzt: ab einer Mindestentfernung von 3 km (§ 3 Abs. 1) oder – bei weniger als 3 km – bei Vorliegen einer „besonderen Gefahr des Schulwegs“ (§ 3 Abs. 4). Ggfs. kann eine Eigenanteilspflicht (weiterführende Schulen) bestehen.
  • Die Mindestentfernung von 3 km wird von der BU zu allen Schulen nicht erreicht. Das Polizeirevier und die Untere Verkehrsbehörde haben jedoch eine “besondere Gefahr des Schulwegs” (s.o.) für die Grundschüler bejaht.
  • Damit erhalten die in der BU untergebrachten Kinder im Grundschulalter monatlich einen kostenlosen Berechtigungsabschnitt an den Sekretariaten der Grundschulen.
  • Im Falle eines Umzugs entfällt diese Grundlage und der Schulweg muss neu geprüft werden (3 km oder “besondere Gefahr”).

Schulen und Entfernungen in Müllheim

Grundschulen (unterhalb 3 km-Grenze):

  • Die Behelfsunterkunft (BU) liegt im Einzugsbereich der Rosenburg-Grundschule (Mühlenstr. 71, Entfernung BU – GS: 1,9 km).
  • Busverbindung: Fußweg BU Neuenburgerstr. 6 bis Bahnhof (420 m); Einstieg in Bus, Ausstieg Haltestelle „Löfflerbrunnen“, anschl. Fußweg bis Grundschule 330 m.
  • Zur besseren Verteilung wird es notwendig sein, dass auch die MFW-Grundschule Kinder aufnimmt; (SZ I, Goethestraße 20-22; Entfernung BU – GS: 2,8 km)
  • Busverbindung: Fußweg BU Neuenburgerstr. 6 bis Bahnhof (420 m); Einstieg in Bus, Ausstieg Haltestelle „Verkehrsamt“, anschl. Fußweg (Nussbaumallee) bis Grundschule 600 m.

Weiterführende Schulen (unterhalb 3 km-Grenze):


Ich will ehrenamtlich helfen und mit Kindern/Jugendlichen arbeiten - was ist zu tun?

  • siehe hier, Kontakt über “Zuflucht Müllheim e.V.”:http://zuflucht-müllheim.de/

 

Situation in Müllheim

Wie werden die Flüchtlinge in Müllheim untergebracht?

Knappe 100 Flüchtlinge leben inzwischen noch in Müllheim in der Gemeinschaftsunterkunft (GU, Gästehaus Bauer, gegenüber Bahnhof). Der nachlassende Flüchtlingsstrom hat die Lage entspannt. Wie der Presse zu entnehmen war, sind in Deutschland nun alle Flüchtlinge, die seit letzten Sommer in Deutschland angekommen sind, erfasst – viel zügiger bekommen die Geflüchteten Ihre Asylbescheide. Ist die Anerkennung ausgesprochen, erfolgt die Zuweisung in eine Anschlussunterbringung über das Landratsamt.
Aktuell sind so 50 Menschen in Müllheim und den Ortsteilen in städtischen Wohnungen untergebracht, darunter 23 Kinder und Jugendliche. Im Dekan Doleschal Haus leben weiterhin 4 Personen im Rahmen der städtischen Anschlussunterbringung. (Stand Juli 2016).


Entwicklung der Asylbewerberzahlen in Müllheim

  • Bereits seit November 2013 wurden im Dekan Doleschal Haus Flüchtlinge untergebracht, zunächst 10 Asylbewerber aus Gambia. Mittlerweile haben die Asylbewerber, die aktuell im Dekan Doleschal Haus leben, alle den Status der „Anschlussunterbringung“.
  • November 2014 – Februar 2105: Zusätzliche Unterbringung von 60 Asylbewerbern in der Sporthalle der Kaufmännischen Schulen Müllheim
  • März 2015 bis heute – Unterbringung von zunächst 80, aktuell gut 130 Personen (Stand März 2016) in der Gemeinschaftsunterkunft im ehemaligen Gästehaus Bauer
  • seit Ende Dezember 2015 sind zunächst etwa 80 Personen in der Behelfsunterkunft Am Schaftstein Runs untergebracht. Im Laufe des Jahres 2016 werden dort insgesamt ca. 300 Personen leben.

Ob die im Februar 2016 bekannt gegebenen Zahlen als Richtlinien weiter gelten, ist unklar. Damals galt, dass bis Ende 2019 knapp 1.200 Flüchtlinge in Müllheim leben werden, 550 im Rahmen der Erstunterbringung und gut 600 im Rahmen der Anschlussunterbringung.


Wie lange bleiben die Flüchtlinge in Müllheim?

Nach Aussage des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge lag die durchschnittliche Gesamtverfahrensdauer bei Asylverfahren in Baden-Württemberg im ersten Halbjahr 2015 bei 6,7 Monaten.

Die rechtlichen Möglichkeiten als “Flüchtling” in Deutschland ein Aufenthaltsrecht geltend zu machen sind sehr verschieden. So kann ein Flüchtling einen Asylantrag stellen oder aber auch Gründe vortragen, die zu einem befristeten Duldungsaufenthalt führen können. Manche Flüchtlinge werden im Rahmen eines humanitären Aufnahmeprogramms in Deutschland aufgenommen. Andere Personen sind zwar aus ihren Heimatländern geflohen, kommen aber als Studenten, Familienangehörige oder Arbeitnehmer zu uns. Aus all diesen verschiedenen Aufenthaltsrechten leiten sich andere Folgerechte ab, zum Beispiel in Bezug auf die Aufenthaltsdauer oder den Zugang zum Arbeitsmarkt.

Die meisten Personen, die als Flüchtlinge in Wohnheimen untergebracht sind, sind Asylbewerber oder Personen mit einer Duldung.

Genauso unterschiedlich wie die Fluchtgründe sind auch die Aufenthaltszeiten von Flüchtlingen in Deutschland. Wie lange Flüchtlinge in Müllheim bleiben, hängt von vielen Faktoren ab, wie zum Beispiel der Dauer des Asylverfahrens, der Situation im Herkunftsland, der familiären Situation oder auch den gesundheitlichen Umständen.

Ausländerinnen und Ausländer, die kein Aufenthaltsrecht (mehr) haben, werden zur Ausreise aufgefordert und gegebenenfalls, von der Ausländerbehörde in ihr Herkunftsland oder einen anderen sicheren Drittstaat zurückgeführt.


Wo sind die Flüchtlinge in Müllheim untergebracht?

  • In der Gemeinschaftsunterkunft im ehemaligen Gästehaus Bauer
  • Bis Frühjahr 2016 in der Behelfsunterkunft Am Schaftstein Runs, diese Containersiedlung konnte inzwischen wieder abgebaut werden.
  • auch im Dekan-Doleschal-Haus in der Nähe des Bahnhofs leben Flüchtlinge (jedoch bereits im Rahmen der Anschlussunterbringung).
  • weitere Flüchtlinge, die den Status der Berechtigung „Anschlussunterbringung“ erreicht haben, leben in der Kernstadt und in den Ortsteilen in städtischem und privatem Wohnraum.

Alle Unterkünfte befinden sich in unmittelbarer bzw. gut erreichbarer Nähe zum Bahnhof. Die Flüchtlinge haben einen guten Zugang zu Bus und Bahn.


Wie leben die Menschen in den Unterkünften und wie werden sie betreut?

Gemeinschaftsunterkunft (GU) ehemaliges Gästehaus Bauer

In der GU leben aktuell gut 100 Personen. In der Regel teilen sich drei Personen ein Zimmer mit Bad. Auf jeder Etage gibt es eine Küche. Eine Waschküche befindet sich im Keller.

Die hauptamtliche Sozialbetreuung (Flüchtlingssozialarbeit) in der GU wird von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landratsamtes geleistet. In der Müllheimer GU ist das der Sozialarbeiter John Tsaxarra (Kontakt: 07631/1739892). Er ist werktags vor Ort und hat feste Sprechzeiten für die Angelegenheiten der Flüchtlinge.

Daneben gibt es in der GU einen Hausmeister, der sich um das Gebäude und das Zusammenleben vor Ort kümmert.

Aufgabenbereiche der Sozialarbeiter

  • Asylverfahrensberatung (keine Rechtsberatung),
  • Unterstützung bei der Eingliederung in Kindergärten/ Schulen/ Vereine
  • Vermittlung in Sprachkurse bis hin zur Hilfe bei der Suche von Praktikums-, Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten
  • Unterstützung bei der Wohnungssuche
  • Nachbetreuung von bis zu 12 Monaten (in Kooperation mit den Fachdiensten von Caritas und Diakonie und den ehrenamtlichen Helfern

Weitere wichtige Aufgabe der hauptamtlichen Flüchtlingsbetreuer:

  • Kontakt mit ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern vor Ort, die sich in der GU tatkräftig engagieren.
  • In enger Abstimmung mit den Asylbewerbern koordinieren und begleiten Sozialarbeiter das bürgerschaftliche Engagement

Arbeit der Ehrenamtlichen

Ehrenamtliche Hilfe und Unterstützung der hauptamtlichen Flüchtlingsbetreuung wird immer mehr zu einer Notwendigkeit, um eine gute Willkommenskultur und Integration der Asylbewerber in den Städten und Gemeinden zu gewährleisten. In Müllheim unterstützt der Müllheimer Helferkreis Zuflucht Müllheim e.V. die Hauptamtlichen in nahezu allen Bereichen der Flüchtlingsbetreuung. Der Helferkreis hat auch eine Willkommensbroschüre mit wichtigen Informationen für die neu angekommenen Flüchtlinge erstellt.
Im Netzwerk Beistand haben sich ehrenamtlich Tätige aus dem Helferkreis zusammengetan, die sich auf eine begleitende und integrierende Beziehung mit einem oder mehreren Flüchtlingen eingelassen haben. Sie engagieren sich in der Betreuung von Einzelpersonen.
Kontakt: beistand@posteo.de

Daneben beraten und begleiten verschiedene Fachdienste Asylsuchende und Migranten im Landkreis Breisgau Hochschwarzwald bei der Integration im Alltag:

Caritasverband für den LK BH

Diakonisches Werk Breisgau-Hochschwarzwald


Wie will die Stadt die notwendige Anschlußunterbringung von Asylbewerbern ermöglichen?

Schon heute leben in unserer Stadt Flüchtlinge in der Anschlussunterbringung, zum einen im Dekan-Doleschal-Haus wie auch in privaten und städtischen Wohnungen. Angesichts der deutlich steigenden Zahlen von Flüchtlingen, die mittelfristig auch in die Anschlussunterbringung gebracht werden müssen, sucht die Stadt momentan nach Grundstücken oder Gebäuden im eigenen oder privaten Bestand, auf oder in denen größere Wohneinheiten für eine Anschlussunterbringung eingerichtet werden können. Im Rahmen der Gemeinderatssitzungen und weiterer Bürgerinformationen werden wir die Müllheimerinnen und Müllheimer über diese Entwicklung auf dem Laufenden halten.

Bericht aus der Gemeinderatsitzung vom 28.11. zum Thema Anschlußunterbringung:

Die Unterbringung von Flüchtlingen beschäftigt weiterhin Gemeinderat und Stadtverwaltung. In der jüngsten Sitzung ging es nun um die sogenannte Anschlussunterbringung für Flüchtlinge, deren Registrierung im Rahmen des Asylverfahrens abgeschlossen ist. Während die Gemeinschaftsunterkünfte von den Landkreisen betrieben werden, gehört die Anschlussunterbringung zu den Pflichtaufgaben der Städte und Gemeinden

In Müllheim leben zurzeit 15 Personen, die von der Stadt im Rahmen der Anschlussunterbringung mit Wohnraum versorgt worden sind. Zehn von ihnen leben im Dekan-Doleschal-Haus, zwei Familien in städtischen Wohnungen in der Goethestraße, berichtete Felix Schilling, seitens der Stadtverwaltung für die Flüchtlingsunterbringung zuständig. Weitere zwölf Personen werden in diesem Jahr noch erwartet, sofern die Zuteilungsquote nicht erhöht wird. Auch diese Personen können vorerst mit städtischen Wohnungen versorgt werden.

„Das Thema Anschlussunterbringung wird für uns in den nächsten Monaten jedoch eine große Dynamik bekommen,“ sagte Bürgermeisterin Astrid Siemes-Knoblich. Und da Müllheim wie alle übrigen Kommunen bei den tatsächlich zu erwartenden Zahlen auf Schätzungen angewiesen ist, die sich in rascher Folge ändern können, will die Stadt auf maximale Flexibilität bei der Schaffung von Unterbringungsmöglichkeiten setzen.

Für 2016 rechnet die Stadt mit rund 100 Personen, vorausgesetzt die Rückführung von Personen in die sogenannten sicheren Herkunftsländer funktioniert. Wenn nicht, so kann sich die Zahl der Ankömmlinge rasch auch verdoppeln. Auch in den Folgejahren – so lässt die Weltlage vermuten – wird diese Zahl nicht anders aussehen.

Seitens der Verwaltung favorisiert man daher eine Vorgehensweise in drei Schritten: Schritt eins ist die Anmietung von Gebäuden, die sich als Wohnraum für Flüchtlinge eignen. So prüft die Stadt momentan eine Reihe von Objekten, die ihr angeboten wurden auf Größe, Umbaubedarf und brandschutztechnische Fragen. Eines der Objekte befindet sich in der Hebelstraße und könnte rund drei Dutzend Menschen ein Dach über dem Kopf geben.

Schritt zwei, der momentan parallel betrieben wird, ist die Errichtung einer Unterkunft aus Fertigmodulen auf dem Grundstück des Dekan-Doleschal-Hauses. „Wir müssen in kürzester Zeit Unterkünfte schaffen,“ so Bürgermeisterin Siemes-Knoblich, „die Fertigmodule sind eine schnelle Lösung, können aber keine dauerhafte Lösung sein.“ Daher will die Stadt im dritten Schritt den Bau eines festen Gebäudes auf die Agenda nehmen. Schon Anfang nächsten Jahres soll über den Bau eines solchen Gebäudes entschieden werden, das binnen eines Jahres errichtet und später auch zu Sozialwohnungen umgebaut werden kann.

Einen ähnlichen Ansatz verfolgte auch der Antrag der Gemeinderatsfraktion ALM/Die Grünen. Die Fraktion forderte den Bau von zwei Mehrfamilienhäusern am Westende des Köhlgartenrings entlang der Moltkestraße, von denen eines für Flüchtlinge und das andere für Menschen mit geringem Einkommen genutzt werden könnte. Die Stadträte sehen darin eine Aufgabe der Daseinsvorsorge durch die Kommune. In der nachfolgenden Aussprache gab die Verwaltung zu bedenken, dass der Bebauungsplan des Krankenhausareals Tiefgaragen mit insgesamt 1,5 Stellplätzen pro Wohneinheit vorsieht und dass allein diese Auflage den Bau von preiswerten Wohnraum deutlich erschwert. Aus dem Kreis der Stadträte kam das Argument, dass eine etwaige Änderung des Bebauungsplanes eine Ungerechtigkeit gegenüber den Investoren darstellen würde, die ihre Grundstücke auf Basis der bestehenden Auflagen erworben und bebaut hätten. Darüber hinaus würde sich durch eine Ausnahme in der Parkplatzregelung die Parksituation in dem verdichteten Wohnquartier deutlich verschärfen. Auch der Hinweis, sozialschwache Mitbürger und Flüchtlinge hätten meist kein Auto, führte zu keiner positiven Abstimmung des Antrags, zumal auch die Landesbauordnung in jedem Fall den Bau eines Stellplatzes pro Wohneinheit als Mindeststandard vorschreibt.

Bürgermeisterin Astrid Siemes-Knoblich brachte jedoch eine Alternative ins Spiel, über die der Gemeinderat baldmöglichst diskutieren sollte: Im Wohngebiet „Am langen Rain“ könnte sie sich einen zweiteiligen Bebauungsplan vorstellen. In einem Teil könnte man von kostentreibenden Auflagen und Standards, wie beispielsweise Tiefgaragen absehen und damit den Weg frei machen für den Bau von kostengünstigerem Wohnraum.


 

Flüchtlinge in Müllheim – helfen und spenden

Wie kann ich konkret helfen? (Ehrenamt, Geld- u. Sachspenden, Wohnraum)

Arbeit als Ehrenamtliche/r

In Müllheim wird die Willkommenskultur für Flüchtlinge groß geschrieben. Dies hat die Stadt Müllheim vor allem auch seinem sehr engagierten Helferkreis zu verdanken, der sich mittlerweile die Rechtsform eines Vereins gegeben hat.

Der Verein Zuflucht Müllheim e.V. sucht Menschen aus Müllheim und der Region, die sich bei der Betreuung einzelner Flüchtlinge oder in der Gemeinschafts- und Behelfsunterkunft engagieren wollen. Ganz egal ob für ein einmaliges Projekt oder auch für einen kurzen oder längeren Zeitraum, je nachdem wie viel Zeit sie aufbringen wollen oder können.

Ob Unterstützung beim Deutsch lernen, Begleitung bei Arzt- oder Behördengängen, Hilfe bei der Wohnungssuche, Organisation gemeinsamer Feste, Angebote zur Freizeitgestaltung für Kinder, Jugendliche oder Erwachsene – oder die Unterstützung des Fußballteams “Team Afrika”. Es gibt viele Einsatzfelder und Ideen sind immer gefragt.

Verein Zuflucht Müllheim e.V.
1. Vorsitzende: Katharina Burgdörfer
www.zuflucht-muellheim.de
info@zuflucht-muellheim.de

Im Netzwerk Beistand haben sich ehrenamtlich Tätige aus dem Helferkreis zusammengetan, die sich auf eine begleitende und integrierende Beziehung mit einem oder mehreren Flüchtlingen eingelassen haben. Sie engagieren sich in der Betreuung von Einzelpersonen.
Kontakt: beistand@posteo.de: beistand@posteo.de

Auch die Markgräfler Tafel versorgt mit ihren Verkaufsläden in der Klosterrunstrasse und in Neuenburg sowie den mobilen Verkaufswägen in den Umlandgemeinden die Flüchtlinge, die ebenso wie deutsche Bedürftige auf günstige Lebensmittel angewiesen sind. Für ihre umfangreichen Aufgaben benötigt die Markgräfler Tafel viele ehrenamtliche Mitarbeiter im Laden, bei Fahrdiensten, bei Veranstaltungen und bei praktischen Tätigkeiten, sowie als Berater.

Markgräfler Tafel Müllheim e.V.
1. Vorsitzende: Ingeborg Weber, Tel. 07631-16659
www.markgraefler-tafel.de
tafelladen-muellheim@t-online.de

Beide Vereine sind in ihrer gemeinnützigen Arbeit sowohl auf Geld- als auch auf Sachspenden angewiesen.

Geldspenden

Verein Zukunft Müllheim e.V.
Volksbank Müllheim
IBAN: DE56 6809 1900 0078 4184 00, BIC: GENODE61MHL

Markgräfler Tafel e.V.
Sparkasse Markgräflerland:
IBAN: DE86 6835 1865 0108 0253 13, BIC: SOLADES1MGL

Volksbank Müllheim:
IBAN: DE39 6809 1900 0076 1491 00, BIC: GENODE61MHL

Die Spender bekommen eine Spendenbescheinigung ausgestellt. Bis zu einem Betrag von 100 Euro akzeptieren die Finanzämter die Buchung auf dem Kontoauszug. Für Beträge die darüber liegen werden Spendenbescheinigungen ausgestellt.

Sachspenden

Beide Vereine nehmen auch gerne Sachspenden entgegen.

Markgräfler Tafel Müllheim
Die Tafel ist dankbar für Sachspenden, vor allem in Form von Lebensmitteln. Was derzeit aktuell benötigt wird, erfährt man von der Ladenleitung unter Tel. 07631-740967.

Verein Zuflucht Müllheim

Wer Kleider- und Sachspenden speziell für die Flüchtlinge direkt in der GU abgeben möchte, sollte dies über den Verein Zuflucht e.V. organisieren. Dieser hat mittlerweile eine begrenzte Lagerungsmöglichkeit. Der Verein Zuflucht Müllheim e.V. organisiert auch die Integration von Flüchtlingen in Vereine. Es wird deshalb auch laufend Sport-/ Fußballkleidung sowie Sportschuhe in verschiedenen Größen benötigt (ausgenommen Kindergrößen).

Fahrräder werden über den Verein Zuflucht Müllheim e.V. an die Flüchtlinge ausgegeben.

Koordination Kleider- und Sachspenden und Fahrräder
Andrea Zebisch,
www.zuflucht-muellheim.de
info@zuflucht-muellheim.de

Möbel, Haushaltswaren, Geschirr, Bettwäsche, etc. werden erst dann benötigt, wenn die Flüchtlinge einen eigenen Wohnraum beziehen können und diesen auch ausstatten müssen. Da weder der Landkreis oder die Stadt Müllheim, noch der Helferkreis über genügend Lagerungsmöglichkeiten für die Sachspenden verfügen, würden wir uns freuen, wenn die Spenden direkt an die Einrichtungen in Müllheim gegeben werden, die nicht nur die Flüchtlinge, sondern auch andere bedürftige Menschen in Müllheim und Umgebung versorgen. Zum Beispiel bei:

Topf und Teller (Caritasverband)
Sozialkaufladen für Gebrauchtgeschirr und Hausrat
Moltkestraße 14, Tel. 07631-36614-20, Mobil: 0157-71536823
Öffnungszeiten: Mo.-Di. 10:00-14:00 Uhr, Do.-Fr. 14:30-18:00 Uhr
www.pvd-agj.de

Wohnraum für Flüchtlinge

Sie haben privaten Wohnraum, den Sie gerne an Flüchtlinge vermieten möchten? Dann wenden Sie sich bitte entweder an die Stadt Müllheim: Herr Schilling, Tel. 07631-801-167 oder an den Verein Zuflucht Müllheim, Frau Babeck, Tel. 07632-824787.


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